Top Service Team

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Verfasst am: 22.10.2012

EU-Label lässt Kunden beim Kauf von Winterreifen im Stich

Die Einführung des neuen EU-Reifenlabels zum 1. November nennt die TOP SERVICE TEAM KG, Deutschlands größter Verbund unabhängiger Reifen-Fachhändler,  „mehr als unglücklich“. Die europaweit einheitliche Kennzeichnungspflicht für alle Kraftfahrzeugreifen, die seit Mitte 2012 produziert wurden, löst bei TEAM-Geschäftsführer Gerd Wächter gemischte Gefühle aus: „Wenn es Anfang November schneit, gestaltet sich eine konsequente Umsetzung sowohl für den Kunden als auch in unseren Betrieben trotz optimaler Vorbereitung überaus schwierig. Eine Einführung zum Frühjahr 2013, wenn von Winter- auf Sommerreifen umgerüstet wird, wäre deutlich effektiver gewesen. Außerdem bietet das Label den Käufern von Winterreifen keine ausreichende Unterstützung.“


„O bis O“ – diese Weisheit kennen die meisten Autofahrer. Von Oktober bis Ostern sollte jeder Pkw mit Winterreifen unterwegs sein, ab Ostern kann auf Sommer-Pneus gewechselt werden. Gerd Wächter spricht für die TEAM mit 17 inhabergeführten, herstellerunabhängigen Betrieben mit über 325 Service-Stationen in ganz Deutschland: „Grundsätzlich ist das EU-Reifenlabel eine Verbraucher-Initiative, die wir als Fachhändler begrüßen. Jedoch sollte nicht vergessen werden, dass bei der Wahl der richtigen Winterbereifung mehr zu beachten ist als die EU-Kriterien Sicherheit, Kraftstoffeffizienz und externes Rollgeräusch.“


Traktion, Kurvenhaftung, Bremsverhalten
Es sei ein fataler Fehler, Winterreifen unter den gleichen Gesichtspunkten zu testen wie Sommerreifen, obwohl die Anforderungen an die Reifenart völlig verschieden seien. Wächter: „Wir fordern unterschiedliche Labels und Testkriterien für Sommer- und Winterreifen, die auch Traktion, Kurvenhaftung sowie das Bremsverhalten erfassen.“ Wächter nennt ein Beispiel: Ein Winterreifen könne zum Beispiel beim Merkmal „Rollwiderstand“, dessen Reduzierung Kraftstoff einspart, keine Bestnote „A“ erreichen, sondern höchstens ein „E“ oder „F“. Wächter: „Winterreifen können beim Rollwiderstand auf der Skala auch kein A erreichen, sonst würden sie bei den ersten Schneeflocken auf dem Asphalt keinen Halt mehr haben. Die Traktion ist im Winter ein viel wichtigeres Kriterium als im Sommer.“ Gleiches gelte für die Kurvenhaftung bei Schnee und Eis sowie für das Bremsverhalten.

Selbst der allerbeste Winterreifen, so Wächter, kommt wegen der aktuell gültigen EU-Kriterien über eine Note C nicht hinaus, obwohl er hervorragende Fahreigenschaften im Winter besitzt. Gerd Wächter: „Das EU-Label allein ist deshalb keine Kaufhilfe. Wer jetzt neue Winterreifen für sein Auto braucht, sollte unbedingt den Rat vom Reifenhändler seines Vertrauens einholen. Bei Bremsen und Reifen darf man beim Auto nicht sparen, sonst kann es sehr gefährlich werden.

 

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